- traucheck Redaktion
Es ist wieder Zeit für Klartext und fundierte Zahlen: Die Auswertung unserer traucheck Trauerredner*innen-Umfrage 2026 ist da! Ein riesiges und von Herzen kommendes Dankeschön geht an alle 87 Teilnehmer*innen, die uns so ehrliche und detaillierte Einblicke in ihren Berufsalltag gegeben haben. Euer Feedback ist für die gesamte Branche Gold wert!
Ein ganz besonderer Dank gilt auch in diesem Jahr wieder Uwe Klink. Uwe hat die Umfrage erneut großzügig in seinem Netzwerk geteilt und damit maßgeblich zu diesem tollen Rücklauf beigetragen. Ohne diesen Support aus der Community wären solche tiefen Einblicke nicht möglich – danke für deinen unermüdlichen Einsatz, Uwe!
Nachdem wir im Vorjahr ein erstes umfassendes Bild der Trauerredner-Branche gezeichnet haben, zeigen die Ergebnisse für 2026 eine deutliche Verschärfung der wirtschaftlichen Lage. Den Vergleich zur aktuellen Situation bei den Hochzeiten findet ihr übrigens hier: Ergebnisse der Trauredner-Umfrage 2026.

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz wächst, bleibt aber ein sensibles Thema. Während rund 52% der Redner*innen bereits KI-Tools einsetzen, gibt es eine starke Fraktion, die den Einsatz von Maschinen bei Trauerreden strikt ablehnt.


Ein besonders kritischer Punkt der diesjährigen Umfrage ist das Verhältnis von Honorar zu Arbeitsaufwand. Hier zeigt sich eine erschreckende Diskrepanz:

Die Kommentare der Teilnehmer*innen verdeutlichen den wachsenden Druck. Die Branche leidet unter einem Überangebot an "Newbies", die durch schnelle Ausbildungen auf den Markt drängen und mit Dumpingpreisen erfahrene Profis verdrängen. Zudem achten Familien aufgrund der wirtschaftlichen Lage verstärkt auf ihr Budget und verhandeln häufiger über die Kosten.
Marketing für Trauerredner*innen funktioniert nach wie vor primär offline und lokal:
Die Umfrage 2026 ist ein Weckruf. Der aktuelle Stundenlohn vieler Trauerredner*innen ist wirtschaftlich kaum tragbar. Ein Ausweg scheint die Mehrfachspezialisierung zu sein: Viele Kolleg*innen bieten zusätzlich Trauungen oder Willkommensfeste an, um rentabel zu bleiben. Wer jedoch in der Trauerbranche bestehen will, muss den Mut haben, seine Qualität auch preislich zu vertreten und das lokale Netzwerk zu Bestattern intensiver denn je zu pflegen und seine Marketingkanäle zu diversifizieren.
Teilt diese Ergebnisse gerne in euren Netzwerken – nur durch Transparenz können wir gemeinsam für eine fairere Vergütung in diesem emotional so wichtigen Beruf kämpfen!