Auch in diesem Jahr haben wir wieder eine umfassende Umfrage unter Trauredner*innen durchgeführt – mit spannenden Einblicken in eine Branche, die sich im Wandel befindet. Während 2025 die Künstliche Intelligenz (KI) als neues Thema aufkam, ist sie 2026 bereits zu einem festen Werkzeug geworden.
Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer*innen, die ihre Erfahrungen mit uns geteilt haben! Euer Feedback ist unbezahlbar. Ein besonderer Dank gilt erneut Uwe Klink, der die Umfrage großzügig in seinem Netzwerk geteilt und damit wesentlich zum Gelingen beigetragen hat.
🤖 KI-Nutzung in der Branche: Vom Trend zum Standard
Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz hat im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Gaben in der vorherigen Umfrage noch rund 50 % der Befragten an, KI-Tools zu nutzen, zeigt die Umfrage 2026 eine deutliche Steigerung. Weit über 60 % der Redner*innen haben KI nun in ihren Alltag integriert.

- Wobei hilft KI? Vor allem bei der Optimierung des Final-Texts, beim Transkribieren und Zusammenfassen von Interviews sowie bei Social-Media-Inhalten (Ideenfindung, Posts, Bilder).
- Skepsis: Ein Teil der Befragten lehnt KI weiterhin kategorisch ab ("Nein, kommt nicht in Frage"), oft aus der Sorge, dass die persönliche Note der Reden verloren geht.
📊 Überblick über die Teilnehmer*innen & Wettbewerb
Das demografische Profil der Branche bleibt stabil, doch der Druck wächst:
- Geschlecht & Wohnort: Die Branche ist weiterhin stark weiblich geprägt, und fast alle Teilnehmenden kommen aus Deutschland.
- Berufserfahrung: Ein sehr großer Teil der Teilnehmenden ist bereits seit mehr als fünf Jahren als Redner*in aktiv.
- Wettbewerbssituation: Der Konkurrenzdruck wird 2026 als extrem hoch eingeschätzt. Auf einer Skala von 1 bis 10 vergeben die meisten Befragten Werte im oberen Drittel (oft 8 bis 10). Besonders die Flut an neuen Ausbildungen und daraus resultierende "Dumpingpreise" bereiten große Sorgen.
📉 Auftragslage und Buchungsverhalten 2026

Die Stimmung für die kommende Saison ist gemischt bis verhalten:
- Buchungszahlen: Die meisten Redner*innen hatten 2025 zwischen 1 und 20 Traureden und planen für 2026 in einem ähnlichen oder leicht gesteigerten Rahmen.
- Zurückhaltung: Eine überwältigende Mehrheit bestätigt, dass Paare aktuell deutlich zurückhaltender buchen und häufiger Preisdiskussionen führen.

💶 Honorare und wirtschaftliche Realität
Trotz Inflation bleibt das Preisniveau bei vielen stagnierend:
- Preisspanne: Ein Großteil der Netto-Honorare liegt im Bereich von 1.101 € bis 1.500 €.
- Preisanpassungen: Weit über die Hälfte der Befragten gibt an, ihr Honorar für 2026 nicht erhöht zu haben. Wer erhöht, tut dies meist moderat um unter 10 %.
- Arbeitsaufwand: Pro Trauung (inkl. Vorbereitung, Rede und Nachbereitung) werden weiterhin meist 11 bis 30 Stunden investiert.
💌 Wichtige Anfrage-Kanäle
Woher kommen die Kund*innen wirklich? Die Relevanz der Kanäle hat sich geschärft:
- Top-Kanal: Weiterempfehlungen werden fast durchgehend als "Sehr wichtig" eingestuft.
- Online-Präsenz: Die eigene Website und Social Media (insb. Instagram) folgen als essenzielle Säulen.
- Plattformen & Werbung: Anbieter-Plattformen wie traucheck bleiben eine wichtige Basis für die Sichtbarkeit. Bezahlte Google Ads Werbung und klassische Agentur-Vermittlungen werden hingegen von der Mehrheit als "Unwichtig" bewertet.
🤹♀️ Trend zur Mehrfachspezialisierung
Um wirtschaftlich stabil zu bleiben, stellen sich 2026 fast alle Redner*innen breiter auf. Nur ein Bruchteil konzentriert sich ausschließlich auf Trauungen.
- Zusatzleistungen: Willkommensfeste, Trauerreden und Moderations-Arbeiten haben sich als starke weitere Standbeine fest etabliert.
💡 Fazit: Qualität und Positionierung als Schlüssel
Die Umfrage 2026 verdeutlicht: Der Markt ist spürbar gesättigt und der Preisdruck nimmt zu. Wer langfristig erfolgreich sein will, muss sich klar positionieren, effiziente Tools wie KI bewusst nutzen und vor allem auf Qualität setzen, um sich vom Billigsegment abzuheben. Der transparente Austausch unter Kolleg*innen und die Sichtbarkeit auf den richtigen Kanälen werden in den kommenden Jahren entscheidender denn je sein.
Teilt diese Ergebnisse gerne in eurem Netzwerk – gemeinsam stärken wir die Professionalität unserer Branche!