Dokumenten-Checkliste für die Hochzeit – wichtige Unterlagen für die Trauung

HochzeitFür den reibungslosen Ablauf einer Trauung sind mehrere Unterlagen notwendig. Neben einem gültigen Personalausweis verlangt beispielsweise das Standesamt eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister. Gibt es Kinder oder war einer der Partner bereits verheiratet, werden weitere Dokumente erforderlich. Dieser Ratgeber klärt über wichtige Papiere auf, damit es an der Hochzeit an nichts mangelt.

Anmeldung zur Eheschließung beim Standesamt

Ohne Bürokratie keine Trauung. Zumindest nicht auf den Standesämtern Deutschlands. Da erst die standesamtliche Trauung eine rechtskräftige Eheschließung zur Folge hat, müssen folgende Dokumente rechtzeitig beschafft und vorgelegt werden:

  1. Jeweils ein gültiger Reisepass oder Personalausweis. Die Gültigkeit muss auch am Tag der Trauung Bestand haben.
  2. Eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister. Sie kann beim Standesamt des Geburtsorts vor Ort oder bei einem unabhängigen Dienstleister online angefordert werden (z.B. via Online-Antrag auf Standesamt24.de). Das Anfordern über das Internet gelingt bei seriösen Anbietern unkompliziert und schnell. Die Abschrift ist nur dann nötig, wenn die Trauung nicht beim Standesamt erfolgt, wo die künftigen Eheleute im Geburtenregister eingetragen sind.
  3. Die erweiterte Meldebescheinigung / Aufenthaltsbescheinigung wird beim Bürgeramt beantragt. Auch hier ist ein Internetantrag möglich.

Die Kosten für die Eheschließung inklusiv der genannten Unterlagen für beide Parteien betragen rund 145 Euro. Findet die Trauung außerhalb der gängigen Öffnungszeiten des Standesamtes statt, muss mit mindestens 60 bis 100 Euro zusätzlich gerechnet werden. Zur späteren Aufbewahrung von Dokumenten bieten Standesämter Stammbücher an. Die Gebühren bewegen sich vielerorts zwischen 20 und 40 Euro.

Die Anmeldung zur Eheschließung ist frühestens ein halbes Jahr vor der Hochzeit möglich. Findet die standesamtliche Trauung nicht im Ort des Wohnsitzes statt, leitet das zuständige Standesamt die Dokumente an das gewünschte Standesamt weiter.

Gemeinsame Kinder

Hat das Paar eigene Kinder, verlangt das Standesamt zusätzlich zu den aufgeführten Unterlagen für jedes Kind eine Geburtsurkunde beziehungsweise eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister.  Darüber hinaus kann eine Urkunde zur Anerkennung der Vaterschaft und der Sorgerechtserklärung nötig sein.

Unterschiedliche Staatsbürgerschaften

Besitzt einer der Parteien eine andere Staatsbürgerschaft, muss ein Ehefähigkeitszeugnis aus dem Heimatland beigelegt werden. Vorausgesetzt das Heimatrecht sieht dieses Dokument vor. Mit diesem Dokument wird bestätigt, dass keine andere Ehe besteht. Ansprechpartner ist das ausländische Geburtsstandesamt. Auch eine beglaubigte Abschrift aus dem zuständigen Geburtenregister wird zur Trauung benötigt. Das Ausweisdokument muss über die Staatsangehörigkeit und Identität informieren. Besteht die deutsche Staatsangehörigkeit nicht seit Geburt, zählt die Erwerbs- beziehungsweise Einbürgerungsurkunde zu den auszuhändigenden Dokumenten.

„Viele ausländische Dokumente müssen inzwischen nicht nur übersetzt, sondern von der Innenbehörde des ausstellenden Staates beglaubigt und von den deutschen Auslandsvertretungen (Botschaften, Konsulate) legalisiert werden“, erklärt der Verband binationaler Familien und Partnerschaften (Quelle verband-binationaler.de) und fügt hinzu: „Das kann sehr zeitaufwendig sein und sollte bei der Zeitplanung berücksichtigt werden.“

Wenn es andere Ehen gab

Waren die künftigen Ehepartner schon früher verheiratet oder womöglich mehrfach, muss zu jeder Vorehe ein Scheidungsurteil (rechtskräftig) vorhanden sein. Gleiches gilt für eine beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister inklusiv Auflösungsvermerk. Ist der ehemalige Ehepartner verstorben, braucht das Standesamt eine Sterbeurkunde. Wurde ein Partner im Ausland geschieden, sind die originalen Urkunden und Scheidungs- sowie Aufhebungsurteile wichtig.

Katholische und evangelische Trauung

Die Trauung in einer Kirche bringt gleichermaßen bürokratischen Aufwand mit sich. Die Tabelle gewährt einen schnellen Überblick:

Katholische Trauung Evangelische Trauung
  • gültiger Reisepass oder Personalausweis
  • Taufbescheinigung / Ledigennachweis
  • Heiratsurkunde vom Standesamt / Bestätigung der Anmeldung zur Eheschließung
  • evtl. Firmurkunde
  • z.T. Ehevorbereitungsprotokoll (unterschrieben) /Teilnahmebescheinigung
  • Genehmigung der Pfarrer /Traulizenz (falls Trauung nicht in Heimatgemeinde stattfindet)
  • gültiger Reisepass oder Personalausweis
  • Taufbescheinigung / Ledigennachweis
  • Konfirmationsurkunde
  • Heiratsurkunde vom Standesamt / Bestätigung Anmeldung zur Eheschließung
  • Dispens (hoheitliche Ausnahmebewilligung), wenn Katholiken evangelische Partner heiraten
  • Genehmigung der Pfarrer /Traulizenz (falls Trauung nicht in Heimatgemeinde stattfindet)

Welche Dokumente im Einzelfall erwartet werden, ist individuell zu klären. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Weitere Tipps zur Hochzeitsplanung hier zusammengefasst.

Foto: congerdesign von Pixabay

 

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